Unter die Räder gekommen: Grünweiß-Stammtisch 13-05

Der Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund geriet für Werder zum Albtraum. Mit 0:5 setzte es die höchste Heimniederlage seit über 25 Jahren. In der ersten regulären Ausgabe des Grünweiß-Stammtischs im Jahr 2013 haben Stephen und Tobias Dampf abgelassen und trotzdem versucht, einigermaßen sachlich die Gründe für das Debakel zu beleuchten.

Wie immer gibt es das Ergebnis hier im Blog zu hören und auch bei iTunes als Podcast.

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11 Gedanken zu “Unter die Räder gekommen: Grünweiß-Stammtisch 13-05

  1. Danke für den sehr hörenswerten Podcast. Ich habe Eure Anmerkungen zum mangelhaften Defensivverhalten und den drohenden 60 Gegentoren mal zum Anlass genommen, einen Blick in die Statistik zu werfen: Denn neben den offensichtlichen Problemen (fehlende Automatismen, mangelhafte Raumaufteilung etc.) verortete ich des Pudels Kern traditionell im Sturm bzw. in der unzureichenden Chancenverwertung. Das durchschnittliche Torverhältnis aus den Spielzeiten zwischen 01/02 und 09/10, in denen sich Werder qua Tabellenposition für den internationalen Wettbewerb qualifizieren konnte, beträgt 72:40 (1,8:1). Das durchschnittliche Torverhältnis der jeweils letzten für den Europacup bzw. die Europa League qualifizierten Mannschaft (99/00 bis 10/11) beträgt 55:45 (1,2:1). Diese Werte relativieren die zentrale Bedeutung des Sturms für Werders Spiel (bzw. zugespitzter die Berechtigung für einen torgefährlichen Sturm die Defensive vernachlässigen zu können). Hatte ich so deutlich nicht vor Augen.

    Passend dazu übrigens Thomas Schaafs Antwort auf die Frage der 11Freunde in einem heute veröffentlichten Interview:

    Raack: Viele Kritiker werfen Ihnen seit Jahren vor, dass Sie die Defensive zu Gunsten eines offensiven Spektakels vernachlässigen würden. Ein berechtigter Vorwurf?
    Schaaf: Um darauf eine Antwort zu erhalten, müssten Sie eigentlich mal bei meinen Spielern nachfragen, worüber ich die meiste Zeit rede (lacht). Es ist ja nun mal so: Wenn wir viele Gegentore bekommen, kümmert sich Schaaf zu wenig um die Abwehr. Ich kann nur sagen: Meine Philosophie vom Fußball – und auch die von Werder Bremen – basierte schon immer auf einer gut funktionierenden Defensive. Das wir darüber hinaus attraktiven, offensiven und erfolgreichen Fußball bieten wollen, ist die Herausforderung, der wir uns jedes Jahr erneut stellen.

    http://www.11freunde.de/interview/thomas-schaaf-ueber-das-nordderby-und-dortmunder-frust

    • Mir ging es ähnlich, als ich die Zahlen für einen Artikel über die Statistiken der Hinrunde ausgewertet habe. Die Anzahl der Gegentore hat seit 2006 (mit Ausnahme der Saison 09/10) fast linear zugenommen und verharrt seit 10/11 bei ~60. Kann man hier ganz gut sehen: Werder Tore und Gegentore

      Ich werfe Schaaf nicht vor, dass er die Defensive komplett vernachlässigt, aber er lässt allgemein einen relativ komplizierten Fußball mit hohem Risiko spielen. Das macht es natürlich nicht leichter, die Defensive zu stabilisieren. Aber letztlich ist Schaaf als langjähriger Werder-Trainer nun mal dafür verantwortlich, dass die Anzahl an Gegentoren pro Saison um 50% zugenommen hat.

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    • je voudrais signaler à ceux qui se targuent de tradition français et d’histoire de France, que la présence arabe dans le 18ème date des années 20. C’est donc traditionnellement un quartier à forte présence musulmane.ce grâce à quoi on y trouve les demis les moins chers de Paris, grâce au vivier économique majeur qu’y sont les bistrots tenus par des kabyles.

    • most runners do not consider the stresses that your bones and muscles endure that often leads to scar tissue buildup.  It does not matter whether you are a beginner, intermediate or advance runner. Sometimes the

  2. Interessante Grafik. Untermauert Eure Analyse ziemlich solide. Am Ende steht dann die Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder mit rigiderer Zuordnung eine wenig aufregende Taktik spielen und damit endgültig zur vielbeschworenen grauen Maus werden oder weiterhin riskanten Offensivfußball ohne Tore spielen und in Schönheit sterben…

    Hm. Irgendwo habe ich mal gelesen, man solle immer Cholera wählen (Letalitätsrate und so).
    Wenn’s bei Werder man so einfach wäre…

    • Das klingt ein bisschen sehr dramatisch, aber ja, dann nehmen wir Cholera ;)

      Nein im ernst, es ist ja nicht so, dass alle anderen Vereine langweiligen Beamtenfußball spielen. Ich fand Werders Fußball in den letzten drei Jahren auch nicht sonderlich attraktiv, jedenfalls nicht verglichen mit den Jahren davor. Und es gibt durchaus einige Trainer, die zeigen, dass man auch mit weit weniger Spielerpotenzial als Werder es hat, guten und schönen Fußball spielen kann, z.B. Streich in Freiburg, Tuchel in Mainz und Hecking in Nürnberg.

      Wenn man mit starker Defensive wieder international spielen würde, hätte sich das mit der grauen Maus sowieso erledigt.

      • Oh, ich habe das „;-)“-Symbol vergessen. Passiert mir immer.

        Wenn man mit starker Defensive wieder international spielen würde, hätte sich das mit der grauen Maus sowieso erledigt.

        Amen to that. Auch wenn derzeit beides arg utopisch klingt.
        Ich erwische mich aber (trotz besseren Wissens) immer wieder bei Gedanken wie „wenn Petersen doch ein paar mehr Chancen verwerten würde“, „Elia…“ oder „wir brauchen einen Stürmer“ (letzteres insbesondere am vergangenen Wochenende). Geschenkt.

  3. Wahrscheinlich schaut man bei den “Hätte, hätte”-Gedankenspielen deshalb immer häufig auf die vergebenen Chancen, weil man die Hoffnung aufgegeben hat, dass uns ein besseres Defensivverhalten die Punkt holt. So mal ganz küchenpsychologisch gedacht. ;)

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