Verspätung: Grünweiß-Stammtisch 15-02

Leider war die Pause zum zweiten Podcast dann doch erheblich länger als geplant. Dickes Sorry an dieser Stelle! Lars (Werderblog) und Stephen (PapierkugelBlog) sprechen über die Erwartungen an die Saison, den Streit zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat, die Einbindung des Nachwuchses sowie Eure Fragen.

Gerne könnt Ihr Feedback via TwitterFacebook oder in den Kommentaren hinterlassen.

Viel Spaß beim Hören!

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Disziplin: Grünweiß-Stammtisch 13-17

In der 17. Folge des Grünweiß-Stammtischs dieser Saison sprechen Andreas, Stephen und Tobias über die Suspendierung von Elia und Arnautovic, die Aussichten für das Spiel gegen Hoffenheim sowie die fehlende Einbindung der Nachwuchsspieler bei Werder Bremen. Außerdem gibt es ein Interview mit Jens Peters, bekannt als @_catenaccio, der sich mit Tobias über das Spiel gegen Bayer Leverkusen und die Transfergerüchte um Sokratis und Kevin De Bruyne unterhalten hat.

Anhören könnt ihr den Stammtisch wie immer hier oder bei iTunes als Podcast. Viel Spaß beim Hören!

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4. Grünweiß Stammtisch: Der 19. Spieltag

Heute geht es bei unserem Werder-Stammtisch um das Spiel gegen Bayer Leverkusen, den neuen Bremer “Jugendwahn” und die beiden Neuzugänge. Ab 17 Uhr könnt ihr ihn hier live verfolgen:


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Bayer zu Gast in Bremen – Hält die Heimfestung der auswärtsstarken Werkself stand?

Hält die Heimfestung Weserstadion gegen Leverkusen?

Ein Kräftemessen zum Auftakt

Morgen steht das erste Heimspiel der Rückrunde an und der Auftaktgegner ist in Form von Bayer Leverkusen direkt eine Mannschaft, bei der man von einem Gradmesser sprechen kann. Beide Teams trennt in der Tabelle nur ein Punkt, wodurch sich für Werder die Möglichkeit ergibt, den Verfolger auf Abstand zu halten und das Polster auf die Nicht-Europapokalplätze zu erhöhen. Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, überholt zu werden und in der Tabelle abzurutschen.

Auch wenn die Verantwortlichen betonen, diesen Umstand nicht weiter zu beachten, so spielt er doch eine Rolle und könnte schon jetzt wichtig für den weiteren Saisonverlauf sein: Nebst des vergrößerten Punktevorsprungs könnte man endlich gegen ein „Topteam“ gewinnen und einige Kritiker verstummen lassen – wobei die Bezeichnung „Topteam“ auf Bayer genau so wenig zutrifft, wie auf Werder selbst, was angesichts der Vorsaison durchaus etwas verwundert.

Vom Titelaspiranten zur Diva

Während Bayer – schon wieder – als Vizemeister aus der letzten Saison hervorging und in Arturo Vidal, Sami Hyypiä und Jupp Heynckes „nur“ drei wichtige Komponenten der erfolgreichen Saison abgeben musste, während mit André Schürrler einer der Senkrechtstarter der vergangenen Saison zum Team hinzu stieß, galt Werder nach der Fast-Abstiegssaison und der Auftaktpleite im Pokalspiel gegen Heidenheim, sowie der Abgänge von Frings und Mertesacker quasi als sicherer Abstiegsanwärter – anders als die medial zum Meisterschaftskandidaten ernannten Leverkusener, die sich mit Michael Ballack sogar den einstigen Kapitän der Nationalmannschaft sicherten – was rückblickend wohl einige Verantwortliche als Fehler verbuchen würden.

Nach Abschluss der Hinrunde liegen jedoch beide Teams in etwa gleichauf und es lässt sich feststellen: Es fehlt noch viel, vor allem die Konstanz. Während Werder noch relativ konstant spielte, sich vor allem in Heimspielen die Punkte sicherte und erst zum Ende hin auswärts unter die Räder geriet, spielte Bayer launisch. In der Liga waren sie selten stark, häufig eher schwach und sie ließen vorzugsweise in Heimspielen die Punkte liegen, während sie in der Champions League die Gruppenphase überstanden. So kam es, dass Bayer vorzugsweise wegen zweier Personen im Blickpunkt der Öffentlichkeit stand: Michael Ballack und Robin Dutt.

Gedacht war, dass der Capitano als eine Art verlorener Sohn und ehemaliger Weltstar die Werkself zu Ruhm führen sollte, unterstützt vom hochgelobten jungen Trainer Dutt – doch es kam gänzlich anders: Weder vermochte Dutt mit der Mannschaft an die spielerische Qualität der Vorsaison anzuknüpfen, noch konnte Ballack die Leistung zeigen, die man sich von ihm versprach. Die Folgen waren regelmäßige Nachmittage auf der Bank für Ballack, sowie schließlich ein öffentlicher Streit zwischen Ballack und Dutt, worin Ersterer sich nach Aussage seines Beraters als Sündenbock für Bayers dürftiges Auftreten in der Liga missbraucht fühlte.

Heimstärke gegen Fernweh

So kommt es also nun, dass am Samstag die quotenbeste Heimmannschaft Werder (8 Spiele, 7 Siege, 1 Niederlage) gegen die nach Dortmund und Bayern drittbeste Auswärtsmannschaft antritt. Verbunden mit der Vielzahl an Unentschieden in den letzten Partien zwischen beiden Mannschaften deutet vieles erneut auf eine Punkteteilung hin. Doch wie so oft gibt es noch weitere Statistiken, die ein anderes Bild kreieren: So verlor Robin Dutt von 5 Spielen als Trainer gegen Thomas Schaaf bereits 4 Duelle, während Leverkusen insgesamt erst drei Mal alle Punkte aus dem schönen Weserstadion entführen konnte, wenngleich sie zuletzt im November 1989 ohne eigenes Tor blieben.

Etwas verwirrend – und wenig aussagekräftig.

Die Personalsituation

Erschwerend für Werder wirkt sich das erneut auftretende Verletzungspech aus, von dem man in der Hinrunde noch größtenteils verschont blieb: Mit Arnautovic, Naldo, Prödl, Marin und Hunt fallen gleich fünf potenzielle Stammspieler aus, wobei Naldo und Hunt in der Hinrunde sogar zu den absoluten Stützen des Teams zählten. Ebenfalls fehlen wird der Gelb-gesperrte Lukas Schmitz, wodurch Jung-Profi Hartherz (18) als Linksverteidiger wohl ebenso sein Debüt geben wird, wie der erst kürzlich verpflichtete Schweizer Innenverteidiger Affolter (20).

Werders Abwehrreihe mangelt es daher ebenso an Erfahrung, wie auch dem Mittelfeld, welches in gleicher Besetzung wie gegen Kaiserslautern auflaufen wird. Bayer hingegen muss weiter auf die Langzeitverletzten Renato Augusto und Tranquillo Barnetta, sowie auf Sidney Sam verzichten.

Fazit – Hoffen auf den Heimeffekt

Abschließend bleibt zu sagen, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen. Weder Werder noch Bayer konnten im Laufe der Hinrunde oder zum Saisonauftakt einen großen Sprung nach vorne machen, wodurch sie sich nicht nur tabellarisch, sondern auch von der spielerischen Qualität nicht gravierend unterscheiden.

Während die Verletztensituation bei Werder für Leverkusen spricht, hoffen die Werderaner auf eine Fortsetzung des Heimeffekts. Ein Sieg wäre für Werder ein weiterer Schritt in Richtung Europapokal, für Bayer würde er für kurze Zeit Ruhe bedeuten.

Nicht verpassen: Am Sonntag, den 29.01.2012 um 17 Uhr gibt es die nächste Ausgabe unseres Fußballstammtischs. Ihr könnt ihn live hier im Blog verfolgen!

Foto: thbernhardt / Flickr