Pokalheimspielsieger: Grünweiß-Stammtisch 16-03

Diesmal war die englische Woche deutlich angenehmer als beim letzten Podcast. Lars (Werderblog) und Stephen (PapierkugelBlog) unterhalten sich über das Pokalspiel gegen den Effzeh, die Verzückung über Florian Grillitsch, das Spiel gegen Dortmund, die Krise von Junu und auch über das kommende Spiel gegen den FCA.

Gerne könnt Ihr Feedback via TwitterFacebook oder in den Kommentaren hinterlassen.

Viel Spaß beim Hören!

Play

Unter die Räder gekommen: Grünweiß-Stammtisch 13-05

Der Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund geriet für Werder zum Albtraum. Mit 0:5 setzte es die höchste Heimniederlage seit über 25 Jahren. In der ersten regulären Ausgabe des Grünweiß-Stammtischs im Jahr 2013 haben Stephen und Tobias Dampf abgelassen und trotzdem versucht, einigermaßen sachlich die Gründe für das Debakel zu beleuchten.

Wie immer gibt es das Ergebnis hier im Blog zu hören und auch bei iTunes als Podcast.

Play

Zweites Kapitel: Hoffnung

Ein neues Buch angefangen. Ein erstes Kapitel wie der Beginn einer Tragödie. Es ist alles vorausgedeutet. Es ist alles bereits gezeichnet. Alles, was scheitern kann. Vielleicht sogar scheitern muss. Und ich weiß, viele waren skeptisch, einige schon nach dem ersten Kapitel in tiefe Trauer gestürzt (mich eingeschlossen). Das zweite Kapitel, die zweite Situation, die selben Helden, die zweite Niederlage. Und doch habe ich es mit einem Lächeln gelesen. Und das ging bis in die Niederlage und noch zeilenweit über das Ende hinaus. Es gab keine eigentliche, nicht einmal eine uneigentliche Befreiung.
Aber wie auch – diese Geschichte ist noch mindestens 33 Episoden lang.

Es ist auch im zweiten Abschnitt nicht alles besser, aber vieles verändert. Die Charaktere stehen nicht weniger unter Druck, und doch scheinen sie etwas aufrechter zu gehen und sich etwas mutiger durch die Probleme dieser Geschichte zu kämpfen. Und statt als weiterer Skeptiker hier zu erzählen, warum man nichts überbewerten und erst Recht nichts hoffen darf, werde ich nun, verliebt in mein neues Buch erzählen, warum ich an diese Romanhelden glaube. Schwärmerisch und jeden Ansatz des Guten überbewertend.
(Ohne dabei auf die Wandlung in ein Kochbuch mit Salatschüsselprämie zu hoffen.)

Und da ist schließlich auch dieser elegante Fremde6, neu im Personengeflecht und doch sofort damit verwoben. Sich seiner Kräfte noch nicht ganz sicher, startet er doch von Beginn an auf einer ungewohnten Position. Und doch, kann man in seinen winzigen Bewegungen erahnen, warum dieser Mann vielleicht eines Tages entscheidend sein wird. Diese winzigen Bewegungen, nur aus dem Fußgelenk heraus, zu weiten präzisen Pässen, diagonal, exakt, auf kaum merkliche Weise beeindruckend. Natürlich fehlt etwas, aber so ist es immer am Anfang. Die Personen wachsen mit der Geschichte. Aber das waren Pässe wie Satzanfänge. Von etwas sehr Schönem.

Teil meines Lächelns waren auch zwei Jungen7,11, die oft ungestüm, oft holprig bis zur (Nach-)Lässigkeit wirken, die an diesem Tag zeigen konnten, in wieviel Probleme sie vor allem den Gegner stürzen können, wenn sie wollen. Und sie wollten. Die zugleich Spiel und Handlung und Gefahr nach vorne bringen, und dort auf eine sehr abgebrühte Western-Art-und-Weise noch aus dem Stand die Vorlage zum Sieg geben können. Um sich dann wieder und wieder fast schon rückblendenartig fallen zu lassen und im Rückwärtsgang den roten Faden neu aufzurollen.

Währenddessen lernt zwischen zwei gemalten und einem räumlichen Käfig eine junge Hauptfigur1 gleichzeitig einem Kugelfeuer Einhalt zu gebieten und ein eigenes zu entfachen. Mit ruhigen Füßen und sicheren Schritten. Mit Mut und Vertrauen zu den Männern vor ihm, auch wenn diese es manchmal verlieren. Sowohl den Mut als auch das Vertrauen in sich. Und müde werden, und verzweifelt. Und einer von ihnen zum tragischen Helden17 wird, als der Gegner vor seinen Füßen und hinter seinem Rücken entkommt. Und man sehen und fühlen kann, wie tief in das erschüttert. Und auf der bildlichen wie wörtlichen anderen Seite: Ein erster Auftritt und ein erstes Tor23.

Doch vor allem galt mein Lächeln einem vorm Volke in Ungnade Gefallenen14, der sich noch immer nicht ganz dieser Rolle entwinden kann, obwohl seine Taten (nicht erst in dieser Saison) keinen Grund (mehr) dazu geben. Mit einem genialen Auge für Lücken, durch die nicht viel, aber ein Ball wohl hindurchpasst, oder vielmehr: wo er selbst den Ball hindurchpasst. Es sind diese Pässe quer übers Spielfeld und doch vorbei an allen, die versuchen könnten, ihn aufzuhalten. Und es ist einfach schön, ihm dabei zuzusehen. Das sind Bälle wie Wortspiele, mühelos und wunderschön.

Ich liebe den Autor, ich werde vielleicht mein Leben lang mit ganzem Herzen daran gebunden sein, was er schreibt. Oder vielmehr, was sie schreiben, leben, spielen. Mit jedem Pass, mit jedem Blick, mit jedem Schuss kommen neue Zeilen aus grünen Lettern dazu. Und ich weiß noch immer nicht, was es für eine Geschichte ist. Vielleicht haben die ersten Zweifler Recht und es ist, war und bleibt eine Tragödie. Aber dieses zweite Kapitel lässt mich hoffen. Und ich weiß, dass es vielen ähnlich ging. Vielleicht, vielleicht wird es doch eine Komödie. Mit einem glücklichen Ende. Vor allem aber: Mit Lesefreude.

Anmerkung: Die hochgestellten Zahlen sind die Rückennummern der enstprechenden Spieler. Für vereinsfremde stehen auch alle erwähnten Spieler in den Schlagwörtern.

9. Grünweiß-Stammtisch: Gut verkauft?

Werders 0:1-Niederlage gegen den BVB kam nicht überraschend. Im Vorfeld war ob der personellen Engpässe sogar ein Debakel befürchtet worden. Wie also ist dieses Ergebnis einzuordnen? Diese und andere Fragen haben wir uns in der heutigen Folge des Grünweiß-Stammtischs gestellt.

Neben unserer eigenen Sicht wollten wir diesmal allerdings auch die Außensicht mit in den Stammtisch bringen. Dazu haben wir uns zwei Gäste eingeladen: Martin vom Taktikblog Spielverlagerung.de hat für uns das Spiel auf taktischer Ebene analysiert und beantwortet dabei auch die Frage, ob Schaaf mit seiner Umstellung auf 4-4-2 vor dem Spiel richtig gelegen hat. Zweiter Gast ist Nick, der das Dortmund-Blog Any Given Weekend betreibt. Er beschreibt das Spiel aus der Sicht unseres Gegners und erzählt uns, warum er positiv in die schwarz-gelbe Zukunft blickt.

Play

8. Grünweiß-Stammtisch: Zwischenspiel

Good News, everyone: Wir haben die 8. Folge unseres Stammtischs doch noch in dieser Woche geschafft! Stephen vom Papierkugel Blog war zu Gast und hat Tobias mit Tobias über Werders aktuelle Situation und die Aussichten fürs Spiel gegen den BVB gesprochen. Wenn ihr außerdem wissen wollt, was Arminia Bielefeld mit Werders Absturz aus der Bundesligaspitze zu tun hat, solltet ihr euch die Folge nicht entgehen lassen.

 

Play