Verspätung: Grünweiß-Stammtisch 15-02

Leider war die Pause zum zweiten Podcast dann doch erheblich länger als geplant. Dickes Sorry an dieser Stelle! Lars (Werderblog) und Stephen (PapierkugelBlog) sprechen über die Erwartungen an die Saison, den Streit zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat, die Einbindung des Nachwuchses sowie Eure Fragen.

Gerne könnt Ihr Feedback via TwitterFacebook oder in den Kommentaren hinterlassen.

Viel Spaß beim Hören!

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Hexenkessel: Grünweiß-Stammtisch 13-18

Diesmal haben wir uns kürzer gefasst und deshalb fassen wir uns auch in der Einleitung kurz: Lars (Werderblog) und Tobias (Meine Saison mit dem SVW) sprachen über die Enttäuschung nach den zwei späten Gegentoren, die Leistungssteigerung gegen Hoffenheim und die Aussichten im Abstiegskampf.

Anhören könnt ihr euch den Stammtisch wie immer hier im Blog und als Podcast bei iTunes. Viel Spaß!

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Disziplin: Grünweiß-Stammtisch 13-17

In der 17. Folge des Grünweiß-Stammtischs dieser Saison sprechen Andreas, Stephen und Tobias über die Suspendierung von Elia und Arnautovic, die Aussichten für das Spiel gegen Hoffenheim sowie die fehlende Einbindung der Nachwuchsspieler bei Werder Bremen. Außerdem gibt es ein Interview mit Jens Peters, bekannt als @_catenaccio, der sich mit Tobias über das Spiel gegen Bayer Leverkusen und die Transfergerüchte um Sokratis und Kevin De Bruyne unterhalten hat.

Anhören könnt ihr den Stammtisch wie immer hier oder bei iTunes als Podcast. Viel Spaß beim Hören!

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Entschieden gegen Unentschieden

Mit der Unterstützung der Ostkurve zurück zur Heimfestung?So, jetzt sitz’ ich hier und soll meinen allerersten Fußballblogbeitrag schreiben – einen Vorbericht zum Spiel: Werder v TSG Hoffenheim.

Nur wie soll man über einen Verein schreiben, der mehr durch Querelen außerhalb des Platzes glänzt, sportlich sich aber seit 2 Jahren wie eine graue Maus durch die Buli knabbert … Hoffenheim?

Die einzige Begegnung beider Vereine, die bei mir heute noch für Emotionen sorgt, war dieses 5:4-Spiel im Weserstadion vor 3 Jahren. VierzuEinsFührung durch Werder und dann bähm, bähm, bääähm – Ausgleich! Fast ein Unentschieden, wäre Özil nicht gewesen!

 Stani und Hoffenheim – eine unglücklich Ehe

… oder wie es in den Medien zu lesen war: Stanislawski – ein Missverständnis.

Man kann das sehen wie man will: nur spielte die TSG schon seit 2 Jahren keine gravierende Rolle mehr in der BuLi. Aus der Anfangseuphorie und Erwartungen der Hoffenheimer gepaart mit dem Versprechen des Mäzen Hopp etwas ganz Großes aufzuziehen, viele große internationale Spieler nach Sinsheim locken zu wollen, folgte pure Ernüchterung. Sportlich versank man irgendwo im Mittelfeld. Selbst, wenn Hoffenheim mal gewann, fiel es nie so richtig auf. Trainer gaben sich die Klinke in die Hand, gute u. wichtige Spieler wie Demba Ba, Chinedu Obasi, Gylfi Sigurdsson, Luiz Gustavo und Vedad Ibisevic verließen (gefühlt) fluchtartig den Verein, angeblich großartige Neuverpflichtungen wie Ryan Babel, glänzten eher mit Spielverweigerung. Und nach dem Pokal-Aus gegen Greuther Fürth sah man in die weit aufgerissenen Augen von Tom Starke: “Wenn Sie wüssten, was hier los ist!”

Holger Stanislawski, verpflichtet aus dem großen, schnieken Hamburg ins Nimmerland Hoffenheim, ließ man nicht die Zeit, den erhofften frischen NordWind einzubringen: “Fehlendes Konzept, fehlendes Pressing, keine Geradlinigkeit …” – so des Mäzen Kritik.

Es sei dahingestellt, ob der Fehler wirklich bei Stani lag oder man einfach keine Geduld mehr hatte in Hoffenheim. Stani, der müde war vom ständigen Überlebenskampf, hatte bestimmt andere Vorstellungen von einem Verein wie Hoffenheim. vllt. sogar auch falsche Erwartungen. Und wenn man die Rechnung nicht mit Hopp macht, ist man schnell wieder draußen.

Auch Hoffenheim befindet sich im Umbruch mit jungen guten Spielern, wie Gyau und Lakic, die aber auch noch ihre Sicherheit im Spiel finden müssen.

Statistik RR: 2U, 1NL – Platz 8

Werder Bremen – neben Umbruch – Zeit zum Aufbruch?

Niemandem ärgerte dieses Unentschieden gegen Freiburg wohl mehr als Claudio Pizarro. “Da führen wir 2x, machen fast das 3:1 und werden wieder mit einem Unentschieden nach Hause geschickt! Das ist ärgerlich und darf so nicht mehr passieren!”

Klare Worte!

Man kann bei Werder die Uhr danach stellen: Pünktlich mit Rückrundenstart kommt Werder einfach nicht in die Puschen!  Drei Spiele – Drei Unentschieden – Drei Punkte. Das ist einfach zu wenig, zumal man nicht gegen Übermannschaften spielen musste.

Ähnlich wie bei Hoffenheim befindet sich hier eine Mannschaft in Umbruch mit sehr jungen Spielern, die einfach noch nicht über das spielerische Potenzial gestandener BuLi-Spieler verfügen.

Aber gerade diese Unberechenbarkeit dieser neuen Young-Spirit-Gang mit Trybull, Hartherz, Affolter ließ nach dem Leverkusen-Spiel wieder hoffen. Eine Boy-Group, die Spaß hatte am Spiel und den Fans Spaß machte, die in den Focus rückte, während Spieler wie Marin oder Arnautovic kaum noch Hoffnung machen – hier wohl nichts weiter als den Stempel der ewig gestrigen Talente aufgedrückt bekommen werden.

Step by Step

Das Werderfanlager reagiert im Bezug auf die Arbeit von Thomas Schaaf eher gespalten und eben auch sehr ungeduldig:

Seit nunmehr fast 1,5 Jahren sieht man von Werder kaum noch diesen technisch brillianten Fußball. Gerade in dieser Saison wurden viele Spiele nur über ‘reinen Kampf’ gewonnen.

Auch wenn TS meint, wir stehen jetzt stabiler, spielen wir dennoch nicht zu Null und nach vorne geht schon gar nichts mehr oder nur dann, wenn der Weltklasse-Stürmer Claudio Pizarro sich seine Bälle meist selbst weit aus dem MF holt, nach vorne bringt und einnetzt.

Kaum Pässe u. Flanken, die ankommen, doofe Tore, die einfach mit ihren Pfosten und Latten unsere Bälle abwehren, Gegentore durch Standardanfälligkeit, (scheinbar) kaum Bewegung im Mittelfeld, noch zu oft das gleiche Spiel “Ab durch die Mitte”, auch wenn diese vom Gegner zugestellt ist, fehlendes Kombinationsspiel, kein Stören des gegnerischen Aufbauspiels.

Ich denke, das sind genau diese “Dinge” die Thomas Schaaf sieht und versucht daran zu arbeiten. Man agiert vorsichtiger, steht insgesamt tiefer, lässt große Löcher in unseren Abwehrreihen nicht mehr einfach zu.

Werder verfügt nun nicht mehr über diese Individualisten wie Micoud, Diego, Özil, sondern über Spieler, die wohl mehr klare und strikte Anweisungen benötigen. Da kann das schon mal etwas länger dauern mit dem Aufbruch.

Das Spiel gegen Hoffenheim wird auch wieder richtungsweisend werden. Und da unser Weltklassestürmer Piza dieses mal nur von der Tribüne aus unterstützen kann, hoffe ich, dass der Mannschaft dennoch etwas Sinnvolles einfällt, um den Ball ins Tor zu bringen. TRAUT EUCH – entschieden gegen Unentschieden und immer Pizas Worte im Ohr: “Null hinten isse wichtig auch”!!!

Bild: Eva Freude / Flickr

Am Sonntag, den 12.2. geht es beim nächsten Grünweiß Werder-Stammtisch vor allem um das Spiel gegen Hoffenheim. Ab 17 Uhr könnt ihr hier im Blog live dabei sein.